Marienberger Park

Dornröschen erwacht

Der wunderschöne Landschaftspark oberhalb der Stadt wirkt wie Dornröschen, die aus ihrem langen Schlaf durch großes Engagement von Stadt und Bürgerschaft wieder wach geküsst wird und nun ihr schönstes grünes Kleid erneut anlegt. Seit 1839 besteht der Park, der sich auf dem Marienberg, gleich neben dem einstigen Benediktiner Nonnenkloster, über rund 2 Hektar erschließt. Wo einst Kurgäste der Kaltwasserheilanstalt promenierten und Erholung suchten, steht heute die Anlage im wahrsten Sinne des Wortes als Volkspark Bopparder Bürgern und Gästen offen. Ein Spaziergang durch das heutige grüne Gartenreich bedeutete zuvor die aufwendige Instandsetzung der Anlage. Umfassende Pflege- und Erhaltungsmaßnahmen legten die alten, vorhandenen Wegeführungen frei, öffneten die Blickachsen erneut und brachten somit einen verschwundenen Gartenschatz wieder ans Licht. Der Park kann aufgrund seines hohen Artenreichtums an Bäumen durchaus als Arboretum bezeichnet werden.

Der Marienberger Park ist Ausgangspunkt der gleichnamigen Traumschleife Marienberg.

Marienberger Park


Bopparder Stadtwald

Grenzenloses Grün

Ein grünes Eldorado stellt der Bopparder Stadtwald dar. Mit seinen knapp 44 km² Fläche gehört er zu den ganz Großen in Rheinland-Pfalz. Genügend Platz für die unterschiedlichsten sportlichen Ambitionen. Flora und Fauna bilden vielerorts Erlebnispunkte, die einen längeren Wanderstop lohnen. Rund 200 km Wanderwege durchqueren den Stadtwald und führen zwischen Tal und Hunsrückhöhen durch dichte Wälder, aber auch zu schönen Taleinschnitten und Ausläufern, wo sich plötzlich das Rheintal in all seiner Schönheit eröffnet. Auch die modernen Fitnessalternativen wie Nordic Walking oder Mountainbike finden im Bopparder Stadtwald ihre Fans, ohne die Wege des anderen zu kreuzen. Und wer plötzlich ein Fauchen und Zischen zwischen den Bäumen hört, muss sich nicht vor Waldgeistern oder dem Räuberhauptmann Schinderhannes fürchten. Die Hunsrückbahn müht sich über Viadukte und durch Tunnel hinauf in die Höhen des Mittelgebirges und bietet als steilste Eisenbahnstrecke Deutschlands gleichzeitig Superlativ und herrliches Landschaftserlebnis.

Bopparder Stadtwald


Kurpark Bad Salzig

Grüne Nostalgie

Vom Rhein aus nicht einsichtbar und im stillen Seitental liegend, ist der Kurpark Bad Salzig ein grünes Refugium unter schattigen alten Bäumen, zwischen gewundenen Spazierwegen und blühenden Rabatten. Im Stil eines Landschaftsgartens wurde der Kurpark Ende des 19. Jh. angelegt. Sanft steigen die Rasenflächen an, schützend von den Höhenzügen umgeben. Das klimatische Jahresmittel liegt hier bei rund 18°C, was dem Park ein ausgesprochenes Schonklima beschert. Weitab sind Lärm und Hektik, hautnah spürbar hingegen die Natur. Fast unmerklich geht der Park in die frischen Wiesen, lichten Wälder, bunten Streuobstanlagen und terrassierten Weinberge über. Ein naturbelassener Teich lockt Enten und Schwäne zu einem Stelldichein, während ein weit verzweigtes Wanderwegenetz den Park zum Start und Ziel vieler schöner Touren erhebt. Besondere Höhepunkte stellen die Open Air Konzerte dar, die hier im Sommer stattfinden und zusammen mit dem historischen Bäderhaus von 1907 die Nostalgie einer verlorenen Zeit wieder beleben, wo Promenade, Trinkkur und Sehen und gesehen werden die Zeit des schönen Nichtstuns versüßte.

Der Kurpark Bad Salzig ist Ausgangspunkt der Traumschleife Fünfseenblick.

Kurpark Bad Salzig


Propsteigarten Hirzenach

Zurück zu den Wurzeln

Erst auf den zweiten Blick fällt der Garten unterhalb des imposanten barocken Gebäudes auf. Leicht erhöht gegenüber den zum Rhein hin liegenden Häusern des Bopparder Ortsteils Hirzenach, erstreckt sich das interessante bauliche Ensemble der einstigen Propstei. Das barocke ehemalige Propsteigebäude bildet den auffälligen Mittelpunkt, dahinter steigt der Turm der einstigen Propsteikirche in den Himmel, während zu Füßen des heutigen Pfarrgebäudes der historische Propsteigarten auf sich aufmerksam macht. Die Anlage aus dem frühen 18. Jh. erscheint barock und gliedert sich in Terrassen, die wiederum durch in Buchsbaum gerahmte Felder den Garten symmetrisch aufteilen. Der zentrale Mittelpunkt wird durch eine Brunnenanlage geschmückt. Die klaren Aufteilungen sind unverändert und spiegeln den Plan der einstigen Gründer wider. In seiner Struktur gehört der Propsteigarten zu den ältesten Gartenanlagen am Mittelrhein, die den Besucher in ihrer originären Ursprünglichkeit beeindrucken. Ein äußerst bemerkenswerter Umstand, denn Kriege und Belagerungen im 17. und 18. Jh. führten zu einer ganz oder teilweisen Zerstörung nahezu aller adeligen oder klösterlichen Gartenanlagen.

Propstei Garten Hirzenach

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