Die Kurfürstliche Burg - Wacht und Macht von Boppard

Das Rheintal rund um Boppard kann sich zurecht als Tal der Könige bezeichnen, denn an keinem anderen Strom konzentrieren sich auf kurzer Strecke so viele Burgen, Schlösser und Festungen. Sind es meist die weithin sichtbaren Höhenburgen, bietet Boppard mit der Kurfürstlichen Burg ein mittelalterliches Bollwerk direkt am Rheinufer. Gegründet wurde sie allerdings bereits 1265 durch Richard von Cornwall, der hier den Grundstein für den mächtigen Bergfried legte. Nach der Verpfändung von Boppard an den Trierer Erzbischof Balduin von Luxemburg 1312 ruhten die Baumaßnahmen einige Zeit. Erst nach der militärischen Unterwerfung 1327 konnte der Bergfried erweitert werden.

Die wehrhafte Anlage erfüllte gleich mehrere Ziele, sollte sie doch das Territorium sichern, den Bürgern der Stadt gleichzeitig die Präsenz des Landesherrn vor Augen führen und nicht zuletzt den begehrten Rheinzoll wie Rheinwellen in die Kassen des Kurfürsten spülen.

Wie viele Burgen entlang des Rheins, erfuhr auch die Bopparder Burg wechselvolle Jahrhunderte – Zerstörungen und Erweiterungsbauten, Umwidmung und wechselnde Nutzung. In den dicken Mauern fanden Zollamt, Stadtgendarmerie und Polizeiinspektion, ferner Amtsgericht, Strafanstalt, Lazarett und Wohnstatt ihre Räume. Seit ca. 100 Jahren ist sie auch Heimat des städtischen Museums mit der berühmten Thonet-Ausstellung. Besonders sehenswert sind die Ausmalungen der einstigen Burgkapelle aus der 2. Hälfte des 14. Jh.

Kurfürstliche Burg von der Rheinpromenade aus

Standort: Rheinallee/Ecke Burgstraße, Höhe Autofähre

Hier finden Sie auch das Museum der Stadt Boppard.

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